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Der Ratstisch im Neuseser Rathaus
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Der große doppelte Ratstisch aus Eichenholz stammt vermutlich aus der Zeit um 1750 als noch die Schultheißen in Neuses am Berg das Sagen hatten. Um den Ratstisch versammelten sich die Gemeinderäte bei Ihren Sitzungen bis zur Eingemeindung im Jahr 1978 in die Stadt Dettelbach. Aber auch ehemals die "beden Schultheißen" mit den Bürgern oder ihren Abgesandten, wie manche Protokolle aussagen. |
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Vieles muß dieser Tisch erlebt haben, denn die Abnützung an fast allen Stellen läßt erahnen, wie er zumal herhalten musste, wenn strittige Diskussionen die Ratsköpfe rauchen ließen oder bei langen Tagungen gestrenge Ordnungen erstellt werden mußten. Und wie es scheint, lud der Tisch trotz seiner vielseitigen Geschichte von jeher auch zum Feiern und zum längeren Sitzenbleiben ein. War das Rathaus einstmals doch auch wegen den fehlenden größeren Räumlichkeiten in den dörflichen Bürgerhäusern gebaut worden, wie es auch aus der Dorfordnung von 1584 ersichtlich ist: " Welcher Gemeindsmann ufs Rathaus, es wäre an Hochzeiten oder zur anderen Zeit Wein gibt, und an Fenstern, Ofen, Bänken oder was es sein mag, etwas vermißt oder zerbrochen würde, soll solches von demjenigen, der Wein gegeben hat bezahlt werden ".
Blickt man in die Mitte des Tisches, fallen einem die beiden in Blei gefassten und aus verschiedenen Hölzern und Metallteilen zusammengesetzten Wappen ins Auge. Sofort kann man auch deren Bedeutung erahnen. In der Zeit der Schultheißen, wo das Dorf zwar konfessionell zweigeteilt, aber nur eine Kirche besaß, gab es zumal heftige Zwistigkeiten, die teils durch Obrigkeiten aber auch durch die strukturellen Gegebenheiten im Ort hervorgerufen wurden. |
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Vielleicht gaben diese Unterschiede den Neusesern den Anlass diesen großen Ratstisch fertigen zu lassen. "An einen Tisch setzen" -um sich zu einigen. Das war die Botschaft, die die beiden Wappen heute noch aussagen. In der Größe sind sie gleich. Ebenso ist die Gestaltung mit Bleiornamenten ausgeglichen. |
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